12. - 15.Juni 2008
Ein paar Straßenkatzen in Istanbul
Es waren nur wenige kleine Straßen, in denen wir morgens und abends die Katzen gefüttert haben.
Die Fotos zeigen nicht alle Tiere, weil ich nur einmal meine Kamera dabeihatte, und es waren nicht
immer alle Katzen da.
Wenn welche fehlten, war gleich die Angst da, dass man sie hat 'abholen' lassen. 'Abholen' bedeutet nicht, dass sie an einen besseren Ort gebracht werden...
Einige Anwohner kümmern sich ein wenig um die Katzen, andere lassen sie einfach leben, aber vielen
sind sie ein Dorn im Auge.
Ein paar Wochen alt ist dieses Kätzchen.
Es hatte drei Geschwisterchen, eins davon ist inzwischen überfahren worden, und eins humpelte stark.
Sie sind aber so scheu, dass es unmöglich war, sie einzufangen.
Um ihr Vertrauen zu gewinnen, dazu war die Zeit viel zu kurz, dafür hätte man Wochen gebraucht.

Auch diese Katze ist äußerst scheu, wie die meisten der Straßentiere
Sie hat Mut - oder einfach nur Hunger?
Tja, dazu fehlen mir jetzt die Worte.....
Meiner Meinung nach ist dies das größte Problem: Es werden immer mehr...
Vielleicht würden die Menschen sie eher akzeptieren, wenn es nicht so viele wären.
Man muss kastrieren, kastrieren, kastrieren...
Die Katzen werden dadurch nicht aussterben, aber das Elend in den Straßen würde ein bisschen weniger.
Noch so ein 'ohne-Worte'-Foto...
Eine 'unserer' kleinen Mamis auf dem Weg zu ihren Kindern.
Die müssen ja auch was zu essen kriegen....

Noch so eine kleine Angstmaus, immer nur rechts und links schauen und sichern....
Eine kleine Spaziergängerin, sie weiß nicht, wie gefährlich sie lebt..
Unsere zweite kleine Mami, die bunte Katze rechts:
Sie hat ihre Kinder in diesem Kasten, den man hinter der Laterne sieht, bekommen.
Dort drin leben die Kleinen nun.
Ich habe den Kasten hier mal rot markiert, damit man ihn erkennt:

Diese roten Katzen sind äußerst scheu. Wir hätten gern den Kleinen mit dem
kranken Auge zum Tierarzt gebracht, aber an ein Einfangen war gar nicht zu denken.

Und noch eine kleine Mami - die Graue. Ihre Kinder leben z. Zt. auf einer Terrasse, also
nicht direkt an der Straße. Sicherlich werden sie da aber auch bald auftauchen.
Kastrieren, impfen und die Kranken behandeln lassen, Futterstellen an nicht ganz so gefährlichen
Stellen einrichten und jemanden finden, der sie betreut - das ist mein Wunsch für diese Tiere.
Für alle anderen natürlich auch, aber allen können wir nicht helfen. Vielleicht schaffen wir es, für die
paar wenigen, von denen wir wissen, das Leben etwas angenehmer und sicherer zu machen.
Helfen Sie mit?
Ihre
Maria Cramer-Ferkinghoff